Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, betrifft das Herz-Kreislauf-System. Der Druck in den Blutgefäßen ist zu hoch. In Deutschland leiden etwa 30 Millionen Menschen daran.
Mit dem Alter steigt das Risiko für Bluthochdruck stark an. Über 60% der Menschen über 60 haben zu hohe Blutdruckwerte. Lebensstilfaktoren wie wenig Bewegung, schlechte Ernährung und Übergewicht erhöhen dieses Risiko.
Wenn der Druck zu lange zu hoch ist, können wichtige Organe wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen geschädigt werden. Dies kann zu Schlaganfall, Nierenversagen, Herzinfarkt, Herzschwäche, Sehverlust und Verschlusskrankheiten führen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Erkrankung in Deutschland, von der ca. 30 Millionen Menschen betroffen sind.
- Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Bluthochdruck drastisch an – über 60% der Menschen über 60 Jahren haben erhöhte Blutdruckwerte.
- Neben dem Alter begünstigen auch Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht die Entwicklung von Bluthochdruck.
- Unbehandelter Bluthochdruck kann auf Dauer schwerwiegende Folgen für Herz, Gehirn, Nieren und Augen haben.
- Früherkennung und konsequente Behandlung von Bluthochdruck sind daher sehr wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Was ist Blutdruck?
Der Blutdruck ist die Kraft, die das Blut auf die Wände von Arterien und Venen ausübt. Er ist wichtig, um den Blutfluss zu halten und alle Zellen mit Nährstoffen zu versorgen. Der Blutdruck hängt von der Herzarbeit und der Elastizität der Blutgefäße ab.
Wie schwankt der Blutdruck im Tagesverlauf?
Der Blutdruck ändert sich im Laufe des Tages. Er sinkt bei Ruhe und steigt bei körperlicher Anstrengung. Auch Temperatur und seelische Zustände wie Wut können ihn beeinflussen.
Blutdruckwert | Normal | Erhöht |
---|---|---|
Systolisch (oberer Wert) | Weniger als 120 mmHg | Über 140 mmHg |
Diastolisch (unterer Wert) | Weniger als 80 mmHg | Über 90 mmHg |
Normale Werte sind unter 120 mmHg systolisch und unter 80 mmHg diastolisch. Über 140/90 mmHg gilt als Bluthochdruck.
Wann spricht man von Bluthochdruck?
Bei Erwachsenen ist ein Blutdruck von 120/80 mmHg normal. Werte zwischen 120-129/80-84 mmHg gelten als akzeptabel. Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, beginnt bei 140/90 mmHg. Doch die Messung ist wichtig.
In der Arztpraxis gilt ein Blutdruck über 140/90 mmHg als erhöht. Bei Selbstmessung zu Hause gilt ein Mittelwert von 135/85 mmHg über sieben Tage als Bluthochdruck. Ein 24-Stunden-Langzeitmessung sollte unter 130/80 mmHg liegen.
Blutdruckwert | Blutdruckeinschätzung |
---|---|
120/80 mmHg | Normal |
120-129/80-84 mmHg | Akzeptabel |
Ab 140/90 mmHg | Bluthochdruck |
30 Prozent der Deutschen leiden an Bluthochdruck. Viele wissen nichts davon, weil Bluthochdruck oft ohne Symptome bleibt. Früherkennung und Behandlung können Schlaganfälle und Herzprobleme verhindern.
Einteilung der Bluthochdruck-Schweregrade
Die Schwere des Bluthochdrucks (auch bekannt als Hypertonie) wird durch Blutdruckwerte bestimmt. Je höher der Blutdruck, desto schneller können Schäden entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass Erwachsene ab 40 ihren Blutdruck regelmäßig prüfen lassen.
Bei hohen Werten sollte man mit dem Arzt sprechen. So findet man heraus, was am besten zu tun ist.
Für Erwachsene gibt es eine Einteilung des Blutdrucks:
- Optimal:
- Normal: 120-129 mmHg / 80-84 mmHg
- Hochnormal: 130-139 mmHg / 85-89 mmHg
- Bluthochdruck Grad 1: 140-159 mmHg / 90-99 mmHg
- Bluthochdruck Grad 2: 160-179 mmHg / 100-109 mmHg
- Bluthochdruck Grad 3: >180 mmHg / >110 mmHg
- Isolierter systolischer Blutdruck: >140 mmHg /
Je höher der Blutdruck, desto schneller können Schäden entstehen. Bei Bluthochdruck Grad 1 sieht man oft noch keine Schäden. Aber bei Bluthochdruck Grad 2 und 3 ist das Risiko viel höher.
Deshalb ist eine schnelle Behandlung bei diesen Schweregraden sehr wichtig.
Ursachen von Bluthochdruck
Bei über 95 Prozent der Menschen mit Hypertonie ist die Ursache unbekannt. Man spricht dann von primärer Hypertonie. Nur bei etwa 5 Prozent kann man eine spezifische Ursache finden. Diese wird als sekundäre Hypertonie bezeichnet.
Bei sekundärer Hypertonie kann man oft die Ursache behandeln. So kann man den Blutdruck senken.
Risikofaktoren für primäre Hypertonie
- Familiäre Neigung
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Hoher Salzkonsum
- Hoher Alkoholkonsum
- Ungesunde Ernährung
- Rauchen
- Stress
- Höheres Alter
Ursachen für sekundäre Hypertonie
- Nierenerkrankungen
- Stoffwechselstörungen
- Gefäßkrankheiten
- Schlafapnoe
- Hormonstörungen
Frühes Erkennen und Behandeln der Ursachen hilft oft. So kann man den Bluthochdruck besser kontrollieren. Das Risiko für andere Krankheiten sinkt auch.

Symptome von Hypertonie
Bei Hypertonie sind die Symptome oft nicht klar. Deshalb bleibt der hohe Blutdruck oft lange unerkannt. Doch es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten können:
- Kopfschmerzen, besonders morgens
- Nasenbluten
- Schwindel
- Leichte Ermüdbarkeit
- Gerötetes Gesicht
- Kurzatmigkeit
- Schlafstörungen
- Ohrensausen (Tinnitus)
Es gibt auch Folgeerkrankungen wie Brustenge oder Herzrhythmusstörungen. Deshalb ist regelmäßige Vorsorge wichtig. So kann man schwerwiegende Schäden früh erkennen und behandeln.
Blutdruckwert | Kategorie |
---|---|
Systolisch | Optimaler (nicht erhöhter) Blutdruck |
Systolisch 120-139 mmHg, Diastolisch 70-89 mmHg | Erhöhter Blutdruck |
Systolisch ≥ 140 mmHg, Diastolisch ≥ 90 mmHg | Bluthochdruck (Hypertonie) |
Regelmäßige Blutdruckmessungen sind wichtig. Besonders bei hohen Werten kann man Bluthochdruck früh erkennen. So vermeidet man Schäden.
Diagnose von Bluthochdruck
Die Blutdruckmessung ist sehr wichtig, um Bluthochdruck zu erkennen. Einmalig gemessener Blutdruck sagt nicht alles. Deshalb sollte man den Blutdruck mehrfach messen, am besten zu verschiedenen Zeiten des Tages.
Langzeitmessungen über 24 Stunden helfen, Blutdruckveränderungen zu sehen. Auch die Selbstmessung durch Patienten, zum Beispiel morgens und abends, kann nützlich sein. Der Blutdruck kann sich bei Anstrengung oder Aufregung erhöhen.
Wenn man den Blutdruck mehrfach misst, spricht man von Hypertonie, wenn er über 140/90 mmHg liegt. Manchmal werden auch weitere Tests gemacht, wie Blut- und Urinanalysen oder Ultraschall. Diese helfen, die Ursache des hohen Blutdrucks zu finden.
Untersuchung | Beschreibung |
---|---|
Blutdruckmessung | Mehrmalige Messung an verschiedenen Tagen, Richtwert über 140/90 mmHg |
Langzeitmessung | 24-Stunden-Blutdruckmessung zur Beobachtung von Tagesschwankungen |
Selbstmessung | Regelmäßige Messungen durch den Patienten, z.B. morgens und abends |
Weitere Untersuchungen | Blut- und Urinanalysen, Ultraschall, EKG, Belastungs-EKG, Echokardiografie |
Eine gründliche Untersuchung ist wichtig, um die Ursachen von Hypertonie zu finden. So kann man eine gute Behandlung planen.

Behandlung von Bluthochdruck
Die Behandlung von Hypertonie umfasst mehrere Schritte. Zuerst ist eine Lebensstiländerung wichtig. Das bedeutet, auf Zigaretten und Alkohol zu verzichten und gesund zu essen. Regelmäßige Bewegung und Gewichtsreduktion sind ebenfalls entscheidend.
Wenn diese Schritte nicht genug sind, kommen Blutdruckmedikamente ins Spiel. Ärzte wählen die Medikamente basierend auf dem Blutdruck und anderen Gesundheitszuständen. Das Ziel ist, den Blutdruck zu senken und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu mindern.
- Lebensstiländerung ist die Basis der Bluthochdruckbehandlung
- Gesunde Ernährung, Bewegung und Rauchen-Stopp können den Blutdruck senken
- Wenn dies nicht ausreicht, werden zusätzlich Blutdruckmedikamente eingesetzt
- Ziel ist es, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren
“Eine behandelte Hypertonie erfordert eine lebenslange Therapie.”
Bedeutung regelmäßiger Kontrolle und Früherkennung
Der Hypertonie bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Deshalb ist es wichtig, ihn früh zu erkennen. Der Blutdruck sollte bei jedem Arztbesuch gemessen werden.
Das gilt besonders bei Einschulung, Einstellungsuntersuchung, Betriebsarztbesuch oder Check-ups. Ab dem 40. Lebensjahr ist eine jährliche Blutdrucküberwachung empfohlen.
Wenn Bluthochdruck früh erkannt und behandelt wird, können viele Schäden vermieden werden. So können Schlaganfall oder Herzinfarkt oft verhindert werden. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist daher sehr wichtig für unsere Gesundheit.
Menschen mit erhöhtem Bluthochdruck-Risiko sollten ihren Blutdruck regelmäßig überprüfen lassen. Das gilt besonders für Menschen mit Diabetes, Übergewicht oder familiärer Vorbelastung. So können Probleme früh erkannt und behandelt werden.